Was ist RetinAI LuxIA?
RetinAI LuxIA ist ein KI-basierter Screening-Algorithmus für Diabetische Retinopathie, entwickelt von der Ikerian AG in Bern (Schweiz). Das Produkt ist Teil der breiteren Datenplattform "Discovery", die OCT- und Fundusbilder verwaltet und analysiert. LuxIA ist seit April 2025 als Class IIb Medizinprodukt nach EU MDR 2017/745 CE-zertifiziert.
Für wen ist RetinAI LuxIA geeignet?
RetinAI LuxIA richtet sich an Ophthalmologen, Allgemeinmediziner mit Screening-Auftrag, Tele-Ophthalmologie-Programme und klinische Forschungseinrichtungen. Überall dort, wo Diabetische-Retinopathie-Screening im großen Maßstab benötigt wird, kann LuxIA als automatisierte Erstbewertung eingesetzt werden.
KI-Funktionen im Detail
Diabetische-Retinopathie-Screening
Der Kern von LuxIA ist ein KI-Algorithmus, der 45-Grad-Fundusbilder analysiert und auf Anzeichen von Diabetischer Retinopathie prüft. Die Eingabe erfolgt über kompatible Funduskameras (Topcon NW200/NW400 oder äquivalente Geräte). Das System liefert eine automatisierte Bewertung, die den Arzt bei der Befundung unterstützt.
Discovery-Plattform
Die übergeordnete Plattform "Discovery" bietet Datenverwaltung für medizinische Bilddaten, DICOM-Kompatibilität und Cloud-basierten Zugriff mit gesichertem Zugang. Sie dient als Infrastruktur für die KI-Module und ermöglicht zentrale Bildverwaltung für Kliniken und Forschung.
Preise
RetinAI LuxIA ist ausschließlich auf Anfrage erhältlich. Eine Demo kann über die Website angefragt werden. Öffentliche Preislisten oder Tarif-Stufen gibt es derzeit nicht.
Datenschutz & Sicherheit
- Firmenstandort Schweiz (Bern)
- Cloud-basiert mit gesichertem Zugang
- DSGVO-Konformität nicht explizit auf der Website dokumentiert
Für Einrichtungen im DACH-Raum empfiehlt sich eine direkte Klärung der Datenschutzbestimmungen mit dem Anbieter.
Fazit
RetinAI LuxIA ist ein hochspezialisiertes KI-Tool für das Diabetische-Retinopathie-Screening mit klarer regulatorischer Basis (CE-MDR Class IIb). Die Kombination aus Discovery-Plattform und KI-Modul ist für ophthalmologische Einrichtungen und Forschung interessant. Wer eine breitere Einsetzbarkeit oder transparente DSGVO-Dokumentation benötigt, sollte vorab beim Anbieter nachfragen.